Springe zum Inhalt

Neophyten Tag 2021 - Neophytenbestimmung

Am 17. Juli 2021 fanden sich bei strahlendem und heissem Wetter rund 20 Personen beim Schladwald zum diesjähriger Neophyten Tag ein. Nach einer kurzen Einführung durch Urs Büchi und einer Erklärung der Neophyten, auf die wir besonders zu achten haben (Drüsiges Springkraut, Ackerkratzdistel, Einjähriges Berufskraut und die Kanadische Goldrute), machten wir uns in kleinen Gruppen auf, um im und um den Schladwald sowie entlang der Surb die ungeliebten Pflanzen zu suchen und zu entfernen.

Vor allem die Gruppe, die entlang dem Radweg unterwegs war, sammelte nebst den erwähnten Neophyten auch viel Abfall ein, der leider viel zu oft aus vorbeifahrenden Autos geworfen wird und der Natur schadet.

Nach rund 2 Stunden Arbeit, müde und verschwitzt, aber auch Stolz auf die vielen prall gefüllten Säcke, trafen wir uns wieder bei der Feuerstelle im Schladwald und genossen etwas zu trinken, eine Wurst vom Grill und anschliessend das obligate Stück leckeren Kuchen von Rita Büchi, auf den sich alle jedes Jahr freuen.

Es war wieder ein toller Anlass. Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Helfern und herzlichen Dank auch der Gemeinde Ehrendingen für das Sponsoring des Brätelns und den persönlichen Einsatz von Markus Frauchiger als langjähriger und treuer Vertreter des Gemeinderates.

Es macht Spass, jedes Jahr den Erfolg der Vorjahre zu sehen.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzdem: Im Dorf selber sieht man bald mehr Neophyten als um das Dorf herum. Leider werden die Pflanzen immer noch an verschiedenen Orten verkauft und gelangen so in die Privatgärten, und sie werden oft auch mit Pflanzen verwechselt. So gleicht zum Beispiel das Einjährige Berufskraut der Kamille, eine einheimische Heilpflanze.

Aber wir bleiben dran!

Neophyten Tag 2021 – Bericht Rundschau

Beim Dergetenweiher neben dem Spielplatz waren letzte Woche grosse Maschinen im Einsatz.

Bauamtschef Heinz Kofel erklärt: „Alle Weiher neigen dazu, sich mit der Zeit mit Schlamm zu füllen und zu verlanden. In unserem Weiher kam der grosse Schlammeintrag beim grossen Unwetter von Ende Mai 2018 hinzu.“

So machten sich nun ein Saugbagger und ein Kleinbagger daran, den Schlamm etwa 80 cm tief auszuheben. Zuerst aber war am Vortag das Wasser des Teichs stark abgesenkt worden und Fischer Marcel Bächli half dabei, die Fische aus dem Teich zu holen und in einem Wasserbecken in Sicherheit zu bringen: 1 riesiger Wels von 1.05 Metern Länge, 2 grosse Karpfen und etliche kleinere.

Wobei zugegebenermassen der Wels in der Bratpfanne landete – er passt wirklich nicht in einen solchen Weiher, da er als Räuber zu viele Kleintiere vernichtet: Kaulquappen, Frösche, Kröten, kleine Fische. Das ist unerwünscht, denn nach der Reinigungsaktion soll ja wieder frisches Leben in diesem beliebten Weiher gedeihen.

Bei wunderschönem Wetter trafen wir uns am 25.4.2021 beim BirdLife-Naturzentrum Klingnauer Stausee. Nebst den 11 Ehrendinger Vereinsmitgliedern durften wir auch 15 Personen des Nachbarvereins Schneisingen begrüssen.

Während die Ehrendinger Gruppe entlang dem Stausee die Natur und Vögel beobachtete und Informationen zur Entstehung und der Zukunft dieses einmaligen Naturreservats erhielt, wurde die andere Gruppe durch das Besucherzentrum und den dazugehörenden Erlebnispfad geführt.

Nebst vielen anderen Vögeln, und das hat sogar unsere Führung noch nie so nah gesehen und gehört, durften wir einen Kuckuck durch den Feldstecher beobachten, und ein paar wenige unserer Gruppe konnten sogar ein Wildschwein auf einer der Stauseeinseln ausmachen.

Es lohnt sich halt doch, früh am Morgen aufzustehen!

1

Der Steinkauz ist eine kleine, kurzschwänzige Eulenart, deren Lebensräume durch Überbauung und vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgingen, und er heute sehr rar ist. Dank BirdLife Schweiz und zahlreichen Partnern konnte dieser schöne Vogel gerade noch vom Aussterben in der Schweiz bewahrt werden. Im Moment sind wieder ca. 149 Reviere bekannt.

Vogel des Jahres 2021 - Steinkauz

Der Steinkauz ist nur rund 22 cm gross und wiegt ca 200 g. Man erkennt ihn gut an den cremefarbenen Streifen über seinen gelben Augen.

Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und den Steppen und Halbwüsten Asiens her kommend, besiedelte er Mitteleuropa als typischer Kulturfolger erst mit dem Menschen. In der Schweiz findet man ihn heute noch in den Hochstammobstgärten der Ajoie, den Eichenhainen des Kantons Genf, den Niederungen des Kantons Tessin und seltener auch im Berner und Freiburger Seeland.

Den Steinkauz trifft man das ganze Jahr in seinem Revier. Er ist nachtaktiv und frisst Kleinnager und Grossinsekten. Meistens jagt er von einer Sitzwarte aus seine Beute auf dem Boden.

Als Höhlenbrüter sind Steinkäuze auf Hohlräume in alten Bäumen und Mauernischen angewiesen. Aus den im Februar gelegten 3 bis 5 Eiern schlüpfen nach 22 bis 30 Tagen die Jungen, welche nach weiteren rund 20 Tagen, bevor sie flugfähig sind, die Bruthöhle verlassen. Ab August werden sie von den Eltern aus dem Revier vertrieben und suchen sich im Umkreis von einigen Kilometern ein eigenes Revier.

Gefördert kann die Steinkauzpopulation vor allem durch das Pflegen einer vielfältigen Landschaft. Alte Hochstammobstgärten mit extensiven Wiesen, die zu unterschiedlichen Zeiten gemäht werden, müssen erhalten und wieder Jungbäume gepflanz werden. Auch Kleinstrukturen wie Hecken, Stein- und Asthaufen bietem ihm wichtigen Lebensraum. Mit Nisthilfen können fehlende Höhlen im Kurlturland ausgeglichen werden.

Weitere Information und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf dieser Seite stammen auch von BirdLife Schweiz.