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Der Neuntöter, der Vogel, welcher im Logo unseres Vereines zu sehen ist, ist von BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2020 ausgewählt worden.

Neuntöter leben vor allem in Kulturlandschaften mit Niederhecken, extensiv genutzten Weiden und Obstgärten, Rebbergen und Waldlichtungen. Seine Nahrung, vorwiegend Heuschrecken, Grillen, Käfer, Spinnen, Hummeln, Wespen und kleine Wirbeltiere, findet er in den darin vorhandenen Magerwiesen , Brachen oder anderen Pflanzen, die für ein reichhaltiges Angebot an Insekten sorgen.

Er benötigt Dornbüsche in Hecken als Nistplatz.

 

Lebensraum Neuntöter
Hecken mit Dornbüschen zum Nisten und angrenzende Magerwiesen mit reichem Insektenangebot sind der Lebensraum des Neuntöters.

Das Männchen des Neuntöters erkennt man an seiner schwarze Augenbinde, dem hellen bis rosafarbenen Bauch und dem grauen Oberkopf. Das Federkleid des Weibchens ist mehrheitlich braun gefärbt und darum die perfekte Tarnung beim Brüten.

 

Neuntöter Männchen
Schwarze Augenbinde, rostroter Rücken und rosa bis bräunlich getönter Bauch sind typische Kennzeichen des Neuntötermännchens. Foto: Mathias Schäf
Neuntöter Jungtiere
Flügge junge Neuntöter werden noch circa 3 Wochen von den Eltern geführt. Foto: Ruedi Aeschlimann

Er erspäht seine Beute von einer Warte aus und erhascht sie im Flug oder greift sie am Boden. Bei genügend Nahrung spiesst er einen Teil der Beute auf Dornen auf. Diesem Verhalten verdankt der Neuntöter, auch Rotrückenwürger genannt, seinen Namen. Früher meinte man, dass er erst 9 Tiere aufspiesse und sie erst dann verzehre.

(Bilderquelle: Homepage BirdLife Schweiz)

 

Zum Vogel des Jahres 2019 hat der Schweizer Vogelschutz SVS/Birdlife Schweiz  den Kiebitz auserkoren. Dank der Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Landwirten erhält der wunderschöne Vogel mit der kecken Feder auf dem Kopf, der in der Schweiz beinahe ausgestorben war, jetzt wieder eine Chance.

Vogel des Jahres 2019 - Kiebitz
Foto: Michael Gerber

Der Ursache für die beinahe Ausrottung in der Schweiz war die Intensivierung der Landwirtschaft, die dem Kiebitz zuerst den Lebensraum und dann auch die Nahrung raubte.

Die ursprünglichen Brutgebiete des Kiebitz sind Feuchtwiesen, die aber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrheitlich trockengelegt wurden. Dies war der Grund dafür, dass die Vögel auf Ackerland auswichen, wo aber eingesetzte Pestizide seine Nahrung wie Insekten oder Würmer stark dezimiert. Auch bedeuten die heute eingesetzten Landmaschinen eine tödliche Bedrohung für die Jungvögel. Im Jahr 2005 lebten in der Schweiz nur noch 83 Brutpaare.

Dank verschiedener Schutzprojekte von BirdLife Schweiz in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach, wie z.B. Grasstreifen zwischen gemähten Wiesenflächen, die Aufwertung von Ackerflächen mit feuchen Stellen oder der Einsatz von Elektrozäunen um die Nester des Kiebitz, wurden im 2019 wieder 206 Kiebitz-Paare in der Schweiz gezählt.

(Bilderquelle: Homepage BirdLife Schweiz)

 

Der Wanderfalke wurde von BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2018 bestimmt. Er ist ein pfeilschneller Jäger und stürzt sich mit atembaraubender Geschwindigkeit auf seine fliegende Beute. Im normalen Flug ist der Wanderfalke mit Geschwindigkeiten zwischen 40 und 60 km/h unterwegs

In der Jagt nähert er sich dem Beutevogel entweder im Flachstoss mit bis zu 100 km/h und im toten Winkel von hinten und nutzt so das Überraschungsmoment oder er stürzt im Stossflug aus grosser Höhe, spitzem Winkel, mit angewinkelten Flügeln und bis zu 300 km/h auf seine unter ihm fliegende Beute nieder. Manchmal tötet er sie hierbei allein schon durch die pure Wucht des Aufpralls. Dennoch sind trotzdem nur etwa 7% seiner Angriffe von Erfolg gekrönt.

Der Wanderfalke hat einen blaugrauen Rücken und eine helle Unterseite mit dunkler Querbänderung. Seine Kopfplatte ist schwarz, und er hat einen schwarzen Bartstreifen.

Der Wanderfalke lebt überall da, wo er genügend Vögel als Nahrung und felsige Nistplätze findet, auch in Städten. Trotz seiner geografischen Verbreitung, er hat jeden Kontinent ausser der Antarktis erobert, gehört er in der Schweiz mit 300 Brutpaaren zu den gefährdeten Arten.

(Bilderquelle: Homepage BirdLife Schweiz)