Springe zum Inhalt

Einer der schönsten Vögel unserer Gewässer ist der auffällig blau und orange gefiederte Eisvogel. Er zeigt an, dass die Orte, an welchen er gesehen wird, noch intakt, die Flüsse noch klar, die biologische Vielfalt vorhanden und die Lebensräume voller Danymik sind.

Leider verschwinden genau diese Orte infolge von Verbauungen, Verschmutzung und Störungen immer mehr. Mit gezielten Renaturierungen und Rücksicht auf seine Brut- und Jagdplätze kann dieser wunderschöne Vogel aber erhalten werden.

Dank der Anstrengungen im Bereich Gewässerschutz und der Rücksicht der Spaziergänger und Naturfreunde kann er mit etwas Glück auch in unserer Gemeinde beim Jagen an der Surb beobachtet werden.

© Beat Rüegger / BirdLife

Mit seinem türkis-blauen Rücken und dem orangen Bauch ist der Eisvogel ein sehr auffälliger Vogel. Im Gegensatz zum Männchen mit einem schwarzen Unterschnabel hat das Weibchen einen orangen gefärbten Unterschnabel. Trotz seiner auffälligen Farben ist der Eisvogel oft nur selten und nur sehr kurz zu beobachten. Wenn man seinen durchdrigenden „Zjii“-Ruf hört, ist er meist schon vorbeigeflogen, und das geradlinig, mit schnellem Flügelschlag und knapp über der Wasseroberfläche. 

Der Eisvogel liebt fischreiche und klare Gewässer, die stillstehen oder langsam fliessen. Er jagt nebst anderen Wasserlebewesen hauptsächlich kleine Fische, die er von einer Sitzwarte aus entdeckt, sich von da aus pfeilschnell ins Wasser stürzt, sie mit dem Schnabel packt und sie dann zurück auf seiner Sitzwarte verspeist.

©www.eisvogel.land

Die Partnersuche findet in der Regel im Februar und März statt und wird begleitet mit schnellen Verfolgungsflügen. Oft wird das Weibchen auch mit kleinen Fischen beschenkt.

Gebrütet wird in 40 bis 80cm langen Bruthöhlen, die der Eisvogel in sandige oder lehmige Uferwände gräbt. Das Weibchen legt meist 6 bis sieben Eier, die 3 Wochen ausgebrütet werden. Gefüttert werden die Jungvögel mit Insekten und später auch mit kleinen Fischen. Nach 3 bis 4 Wochen verlassen die Jungvögel das Nest, werden schon bald darauf von den Eltern vertrieben und müssen sich bis im Herbst ein eigenes Revier suchen. So können die Eltern pro Jahr 2 bis 3 Mal Nachwuchs zur Welt bringen.

Weitere Information und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf dieser Seite stammen auch von BirdLife Schweiz.

2

Das Rotkehlchen, umgangsprachlich auch „Rotbrüstli“ genannt, ist einer unserer häufigsten Singvögel und trägt seinen melodiösen Gesang sogar im Hebst und Winter vor.

Es ist sehr gut und einfach an seiner orangeroten Brust, seiner kleinen und runden Gestalt und den grossen Knopfaugen zu erkennen und vor allem im Winter ein häufiger Gast an der Futterstelle im Garten.

© Michael Gerber / Birds-online.ch

Die Rotkehlchen Paare können sich schon zeitig im Jahr bilden, die Brut beginnt aber frühestens ab Ende März. Den Nestbau und die Brut übernimmt vor allem das Weibchen. Aufgabe des Männchens ist die Revierverteidigung.

Das Nest des Rotkehlchens besteht oft aus Moos, Blättern und Halmen und ist meist sehr gut getarnt und versteckt am Boden, zum Beispiel unter einem dichten Busch oder einem Wurzelstock. Man findet es aber auch in Mauernischen, Nisthilfen, an Gebäuden oder anderen ungewöhnlichen Standorten.

Das Rotkehlchen brütet normalerweise mindestens zweimal im Jahr und das Gelege besteht meist aus durchschnittlich 6 Eiern.

© Michael Gerber / Birds-online.ch

Gefüttert werden die Jungen von Vater und Mutter mit Insekten, Spinnen und Würmern, die sie vor allem in Sträuchern und am Boden finden. Nach rund zwei Wochen verlassen die gut getarnten, braun gesprenkelten Junvögel das Nest.

© Michael Gerber / Birds-online.ch

Das Rotkehlchen bevorzugt struktur- und abwechslungsreiche Lebensräume, in denen es Nahrung findet und geschützt brüten kann. Auch im eigenen Garten kann man es mit einer dichten Strauchhecke aus einheimischen oder dornenreichen Sträuchern unterstützen. Diese bietet ihm nicht nur Nistplätze sondern auch Schutz vor Nesträubern.

Im Herbst werden beerentragende Büsche wie Holunder, Vogelbeere oder Pfaffenhütchen gerne von ihm besucht und erfreuen auch das Auge des Gartenbesitzers mit ihren Farben.

Als Insektenfresser ist das Rotkehlchen auf strukturreiche Gärten angewiesen. Es empfiehlt sich, vor allem im Herbst das Laub liegen zu lassen oder Laub- und Asthaufen anzulegen. Diese dienen Insekten als Unterschlupf und bieten dem Rotkehlchen und auch dem Igel im Winter Nahrung.

Weitere Information und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf dieser Seite stammen auch von BirdLife Schweiz.

Opla!

Eine kalte Bise ging an jenem Tag. Im Januar dieses Jahres putzten wir die Nistkästen für die kommende Nistsaison. Dies am Rand des Schladholzes. Unten führt die Surbtalstrasse vorbei, hinter uns der Schladacker. Der Waldrand ist gegen Süd-Ost ausgerichtet.

Nistkasten um Nistkasten wird heruntergeholt. Was finden wir wohl darin vor?: "Ist es nach erfolgreichem Gelege ein leeres Nest?", "Hat es unausgebrütete Vogeleier, tote Jungvögel?", "Ist der Kasten mehrfach belegt, durch ein Nest von Haselmaus oder Siebenschläfer?", "Gar leer?", " ...?".

Der folgende Nistkasten wird heruntergeholt und am nächstgelegenen Ast auf guter Arbeitshöhe aufgehängt. Der Spalt um die Klappe ist gefüllt mit beige-brauner, fragil wirkender Masse. Mit dem Spachtel rings um die Klappe fahren, Klappe öffnen. Der Nistkasten ist prall gefüllt.

Opla! - was ist denn das!? Ein Wunderwerk! Ein Hornussennest: Ein Konstrukt zwischen Baum, Hochhaus ond Höhlensystem! Fünf Etagen; Einzeln verbunden durch eine Mittelsäule. Mit scharfem Spachtel wird das Gebilde als Ganzes vom Holz getrennt, denn wir sind gwundrig, wir wollen es ringsum betrachten; so kommt es auf's Autodach: Staunen und Schweigen.

Mit einem: "Chapeau!", würden die Herren Corbusier, Herzog-De Meuron und Botta wohl den Hut ziehen.

Giraldo und Monika

Der Wanderfalke wurde von BirdLife Schweiz zum Vogel des Jahres 2018 bestimmt. Er ist ein pfeilschneller Jäger und stürzt sich mit atembaraubender Geschwindigkeit auf seine fliegende Beute. Im normalen Flug ist der Wanderfalke mit Geschwindigkeiten zwischen 40 und 60 km/h unterwegs

In der Jagt nähert er sich dem Beutevogel entweder im Flachstoss mit bis zu 100 km/h und im toten Winkel von hinten und nutzt so das Überraschungsmoment oder er stürzt im Stossflug aus grosser Höhe, spitzem Winkel, mit angewinkelten Flügeln und bis zu 300 km/h auf seine unter ihm fliegende Beute nieder. Manchmal tötet er sie hierbei allein schon durch die pure Wucht des Aufpralls. Dennoch sind trotzdem nur etwa 7% seiner Angriffe von Erfolg gekrönt.

Der Wanderfalke hat einen blaugrauen Rücken und eine helle Unterseite mit dunkler Querbänderung. Seine Kopfplatte ist schwarz, und er hat einen schwarzen Bartstreifen.

Der Wanderfalke lebt überall da, wo er genügend Vögel als Nahrung und felsige Nistplätze findet, auch in Städten. Trotz seiner geografischen Verbreitung, er hat jeden Kontinent ausser der Antarktis erobert, gehört er in der Schweiz mit 300 Brutpaaren zu den gefährdeten Arten.

(Bilderquelle: Homepage BirdLife Schweiz)

 

 

Lieber Naturfreund

Anlässlich unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am

Freitag, 23.2.2018, um 19:30 Uhr im Mehrzwecksaal Gemeindehaus Unterdorf

stellen wir allen Interessierten, vor allem auch Nichtmitgliedern, auch dieses Jahr wieder ein interessantes Thema vor. Dieses Mal unter dem Motto 'Vom Unkraut zum Heilkraut'.

Maja Stürmer entführt uns in die Welt und die Geheimnisse der Kräuter. Was uns oft als unnützes Unkraut erscheinen mag, kann, richtig angewendet, bei manchen Leiden als Heilkraut eingesetzt werden. Frau Stürmer erläutert, welche Heilkräuter bei uns zu finden sind und zeigt auf, welche Salben, Säfte, Tinkturen und Präparate daraus hergestellt werden können und wie sie wirken. Der Vortrag dauert 35 - 45 Minuten und ist kostenlos.

Wir würden uns sehr über viele Interessierte freuen.

Der Vorstand

Liebe Natur- und Vogelfreund

Wir begrüssen dich herzlich auf der Homepage des Natur- und Vogelschutzvereins Ehrendingen. Nebst vielerlei Aktivitäten in und um Ehrendingen, alle mit dem Ziel der Hege und Pflege der Tier- und Pflanzenwelt, zu denen jedermann, auch Nichtmitglieder, jederzeit herzlich eingeladen sind, geniessen wir vor allem auch das gemütliche Beisammensein mit Gleichgesinnten.

Nebst Aktivitäten zu Gunsten der Natur bietet der Natur- und Vogelschutzverein Ehrendingen auch eine einfache Möglichkeit des sich Kennenlernens in unserem Dorf, und das ganz ohne Verpflichtung.

Nimm ganz unverbindlich an einem unserer nächsten Anlässe teil und lass dich überraschen. Details findest du in unserem Jahresprogramm.

Wegen technischen Problemen mussten wir leider den WebHoster wechseln und sind im Moment daran, unsere WebPage neu aufzubauen. Täglich kommen neue Inhalte hinzu, und wir hoffen, bis Ende Februar die Homepage wieder mit allen Informationen nachgeführt zu haben.

In der Zwischenzeit stehen aber die Vorstandsmitglieder (siehe Vorstand) gerne für Fragen zur Verfügung.

Natur- und Vogelschutzverein Ehrendingen