Das Rotkehlchen, umgangsprachlich auch „Rotbrüstli“ genannt, ist einer unserer häufigsten Singvögel und trägt seinen melodiösen Gesang sogar im Hebst und Winter vor.
Es ist sehr gut und einfach an seiner orangeroten Brust, seiner kleinen und runden Gestalt und den grossen Knopfaugen zu erkennen und vor allem im Winter ein häufiger Gast an der Futterstelle im Garten.
Die Rotkehlchen Paare können sich schon zeitig im Jahr bilden, die Brut beginnt aber frühestens ab Ende März. Den Nestbau und die Brut übernimmt vor allem das Weibchen. Aufgabe des Männchens ist die Revierverteidigung.
Das Nest des Rotkehlchens besteht oft aus Moos, Blättern und Halmen und ist meist sehr gut getarnt und versteckt am Boden, zum Beispiel unter einem dichten Busch oder einem Wurzelstock. Man findet es aber auch in Mauernischen, Nisthilfen, an Gebäuden oder anderen ungewöhnlichen Standorten.
Das Rotkehlchen brütet normalerweise mindestens zweimal im Jahr und das Gelege besteht meist aus durchschnittlich 6 Eiern.
Gefüttert werden die Jungen von Vater und Mutter mit Insekten, Spinnen und Würmern, die sie vor allem in Sträuchern und am Boden finden. Nach rund zwei Wochen verlassen die gut getarnten, braun gesprenkelten Junvögel das Nest.
Das Rotkehlchen bevorzugt struktur- und abwechslungsreiche Lebensräume, in denen es Nahrung findet und geschützt brüten kann. Auch im eigenen Garten kann man es mit einer dichten Strauchhecke aus einheimischen oder dornenreichen Sträuchern unterstützen. Diese bietet ihm nicht nur Nistplätze sondern auch Schutz vor Nesträubern.
Im Herbst werden beerentragende Büsche wie Holunder, Vogelbeere oder Pfaffenhütchen gerne von ihm besucht und erfreuen auch das Auge des Gartenbesitzers mit ihren Farben.
Als Insektenfresser ist das Rotkehlchen auf strukturreiche Gärten angewiesen. Es empfiehlt sich, vor allem im Herbst das Laub liegen zu lassen oder Laub- und Asthaufen anzulegen. Diese dienen Insekten als Unterschlupf und bieten dem Rotkehlchen und auch dem Igel im Winter Nahrung.
Weitere Information und Bilder findet ihr bei BirdLife Schweiz. Die Bilder auf dieser Seite stammen auch von BirdLife Schweiz.

Wie sollte der Nistkasten sein
Hallo Herr Schick
Es freut uns, dass Sie Feedback zum Beitrag 'Vogel des Jahres 2025 - Rotkehlchen' gegeben haben.
Möchten Sie gerne wissen, wie ein Nistkasten für ein Rotkehlchen auszusehen hat und wo er platziert werden soll?
Wenn ja, dann helfen Ihnen die nachfolgenden Ausführungen sicherlich weiter:
Rotkehlchen benötigen halboffene Nistkästen (Halbhöhlen) in schattiger, geschützter Lage, idealerweise in 1–3 Metern Höhe an Bäumen, Mauern oder in dichten Hecken. Da sie Bodenbrüter sind, bevorzugen sie Nischen nahe dem Boden. Wichtig sind ein katzensicherer Standort, eine Ausrichtung nach Osten/Südosten und ein feuchter, ruhiger Ort.
Nistkasten-Anforderungen für Rotkehlchen:
Platzierung und Standort:
Pflege:
Eine einfache Anleitung zum Selberbau ist zum Beispiel zu finden unter: Bauanleitung Nisthasten für Höhlenbrüter
Mit bestem Dank und freundlichem Gruss
NVV Ehrendingen